Schulschach mit Fokus auf Freude am Spiel

Zuletzt am 16. Februar 2026 aktualisiert

Bei der Münchner Schulschachmeisterschaft am vergangenen Wochenende stand für eine Schulmannschaft bewusst nicht das reine Ergebnis, sondern die Freude am Schachspiel im Mittelpunkt. Ziel der Teilnahme war es, insbesondere auch unsicheren Schülerinnen und Schülern die Angst vor dem Wettkampf zu nehmen und ihnen einen positiven Zugang zum Turniergeschehen zu ermöglichen.

Statt die Partien ausschließlich mit Sieg- und Niederlagenpunkten zu bewerten, wurde von einer Schule ein alternativer Ansatz gewählt: Die Ergebnisse wurden aus Sicht der Kinder mit Smileys dokumentiert – je nachdem, ob sie die jeweilige Partie als freudvoll und motivierend erlebt haben. Damit sollte der Erlebnis- und Lernaspekt des Schulschachs stärker hervorgehoben werden als der sportliche Erfolgsdruck.

Der ursprüngliche Dokumentationsbogen war im Nachgang nicht mehr verfügbar, weshalb eine rekonstruierte Fassung erstellt wurde. Eine kleine Besonderheit am Rande: In Runde 5 an Brett 4 blieb der Smiley ohne Mund – ein augenzwinkernder Hinweis darauf, dass die Spielerin nach der Partie zunächst sprachlos war.

Dieser Ansatz verdeutlicht, dass Schulschach weit mehr sein kann als Ergebnislisten: Es ist ein pädagogisches Instrument, das Begeisterung, Selbstvertrauen und Gemeinschaft fördert.

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